Bier Pong Regeln

Alles Wissenswerte rund um die Bier Pong Regeln

Das beliebte Trinkspiel Beer Pong ist ein Teamspiel mit hohem Spaßfaktor und seit Langem das Highlight auf jeder Veranstaltung. Das Spiel, das auch unter dem Namen Beirut bekannt ist, hat Kultcharakter und wird weltweit gespielt. Während Bier Pong vielen vor allem als feucht-fröhliches Partyspiel geläufig ist, wird es auch auf offiziellen Wettkämpfen und Meisterschaften nach Turnierregeln gespielt und erzielt dabei hohe Preisgelder.

 



Bierpong Becher Set mit Bällen - Nachhaltiges Beerpong Set aus Papier (473ml)



Die Ursprünge des Spiels

Beer Pong verdankt seine Entstehung einem Zufall. In den 1950er Jahren gab es an einer privaten Hochschule im Bundesstaat New Hampshire eine Party, auf der Tischtennis gespielt wurde. Einige der zuschauenden Gäste stellten ihre Bier-Becher (Beer Cups) auf die Tischtennisplatte. Während des Spiels landete ein Ball unbeabsichtigt in einem der Becher, die Idee war geboren.

Ob diese Geschichte tatsächlich genau so passiert ist, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Als gesichert gilt jedoch die Entstehung im Zusammenhang mit Tischtennis. Bier Pong wird als Geschicklichkeitsspiel bezeichnet, bei dem es primär darauf ankommt, Tischtennisbälle in einem gegnerischen Becher zu platzieren, der mit Bier gefüllt ist. Fun Fact und Grund für die Bezeichnung „Trinkspiel“: Wird ein Ball erfolgreich im Becher versenkt, muss der Spielgegner das Bier im Becher austrinken.

Seit den 1980er Jahren wird Bier Pong in manchen Regionen auch als Beirut bezeichnet. Es wird vermutet, dass der Konflikt zwischen dem Libanon (Hauptstadt: Beirut) und den USA hier den Hintergrund bildet. Das Abwerfen von Bomben auf Beirut wurde dabei mit dem Werfen der Tischtennisbälle in die Becher assoziiert.



Die Weiterentwicklung des Spiels

Auch wenn mittlerweile zahlreiche Wettkämpfe und Turniere ausgetragen werden, sind die Regeln des Spiels bis heute keineswegs einheitlich. Es existieren vielfältige Abwandlungen, darunter Spielversionen mit und ohne Tischtennisschläger, wobei das Spielen ohne Schläger weitaus häufiger vorkommt. Seit dem Jahr 2017 gibt es darüber hinaus eine Erweiterung in Verbindung mit dem Golfen. Das so kreierte Spiel wird als Beer Pong Golf bezeichnet und ist vor allem in den USA bekannt.
Im Wettkampfbereich finden überwiegend in den USA Turniere statt, die sowohl lokal als auch regional und national ausgerichtet werden. Unter der Bezeichnung World Series of Beer Pong ist das weltweit größte Turnier bekannt. Es findet in der Regel mit Spielern aus Kanada und den USA statt und bietet einen Gewinn von 50.000 USD.
Im deutschsprachigen Raum werden ebenfalls regelmäßige Wettkämpfe ausgerichtet, wenn auch in kleinerem Rahmen verglichen mit den USA. Zu den bekanntesten Turnieren gehört die Beer Pong Bundesliga, zu der Teilnehmer aus Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz anreisen.
Auch wenn bei Bier Pong der Spaß im Vordergrund steht und das Trinken von Bier als feste Instanz dazugehört, gibt es neben den Partyregeln, die jeder selbst bestimmt, auch ein offizielles Regelwerk. Diese Anleitung ist für Turniere und Wettkämpfe relevant und dient primär der Fairness und den gleichen Bedingungen für alle Spieler.



Die Beer Pong Regeln im schnellen Überblick

Auf eine Spielplatte werden zwischen 20 und 30 Becher in Form eines Dreiecks gestellt. Die Anzahl hängt unter anderem von der Dauer des Spiels ab. Sie werden auf zwei Teams gleich verteilt. Es müssen mindestens zwei Personen in einem Team sein. Die Becher werden mit Bier gefüllt. In jeder Spielrunde werfen alle Teilnehmer aus beiden Teams abwechselnd jeweils einen Tischtennisball in einen der Becher. Getroffene Becher werden vom gegnerischen Team getrunken.

Das Erzielen eines Treffers von Spielern aus beiden Teams wird als Balls Back bezeichnet. Beide Teams dürfen neu werfen. Nach dem Platzieren des Balls in den letzten Becher besteht für das Team die Möglichkeit zu einem Konter. Ist dieser erfolgreich, wird das Spiel fortgesetzt, andernfalls ist es beendet.

Besonderheiten: Landen zwei Bälle in einem Becher durch zwei Teams, so ist dies eine Bombe. Drei Becher werden daraufhin entfernt. Gelingt einem Spieler mit vorheriger Ansage das Treffen eines Bechers, der alleine steht, ist dies als Island bekannt. Es werden anschließend zwei Becher entfernt.



Das Regelwerk im Detail

Du kannst dir bei Bedarf die Regeln auf Deutsch als PDF ausdrucken und sie für dein Team nutzen. Auch ein Aushang als Poster oder Plakat ist für eine Veranstaltung hilfreich.


Der Aufbau

Das offizielle Regelwerk sieht einen festgelegten Aufbau vor. Erforderlich sind dabei ein Tisch mit Turniermaßen (siehe auch FAQ), 22 Bier Pong Becher und zwei Tischtennisbälle. Jedes Team platziert zehn Becher auf dem Tisch in Form einer Pyramide auf einer Tischhälfte. Die Becher werden mit Bier gefüllt. Zusätzlich wird auf jeder Seite ein weiterer Becher etwas entfernt auf den Tisch gestellt. In ihm befindet sich Wasser zum Reinigen des Balls nach jedem Wurf.

Ein Team besteht in der Regel aus zwei Personen. Ziel ist das Treffen aller Becher des gegnerischen Teams mit dem Tischtennisball. Das Team, dem dies zuerst gelingt, gewinnt.

Jedes Team darf einmal im Spielverlauf das gegnerische Team dazu auffordern, seine Becher erneut in einer Pyramidenform anzuordnen (Re-Racks). Hierbei muss die Mitte des Spielfeldrandes bei der Positionierung berücksichtigt werden.


Der Ablauf

Nach der Festlegung des ersten Wurfs durch das Zufallsprinzip werfen die Spieler der Teams abwechselnd in die Becher der Gegner. Nach jedem erfolgreichen Wurf muss sofort der Becher von der gegnerischen Mannschaft ausgetrunken und entfernt werden.


Die verschiedenen Würfe

Die Art des Werfens muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden. Erlaubt ist, was gefällt, solange der Ellenbogen hinter dem Rand des Spielfelds bleibt. Gegnerische Spieler dürfen versuchen, einen Wurf abzuwehren.

Direktwurf
Der Ball wird geworfen ohne dabei die Tischplatte zu berühren. Er landet als Arc Shot in hohem Bogen oder als Fast Ball in schnellem Tempo im Becher. Ein Abwehren des Balls ist hierbei nicht zulässig. Zuwiderhandlungen werden mit drei Strafwürfen geahndet.

Gleichzeitiger Treffer – zwei Becher
Gelingt zwei Spielern aus beiden Teams ein Wurf in jeweils einen Becher, sind beide Becher auszutrinken und zu entfernen. Ein erneutes Werfen (Balls Back) ist die Folge.

Gleichzeitiger Treffer – ein Becher
Wird von zwei Spielern ein und derselbe Becher getroffen, muss der Gegner drei Becher austrinken und wegstellen. Dabei darf das andere Team die zwei zusätzlich zu trinkenden Becher auswählen.

Einzeltreffer
Nur ein Spieler aus einem Team trifft den gegnerischen Becher. Der Becher muss geleert und weggestellt werden. Das andere Team hat anschließend den nächsten Wurf.

Bounce
Beim Bounce berührt der Ball das Spielfeld, bevor er den Becher erreicht. Dies kann ein einfacher oder auch mehrfacher Aufprall sein. Das gegnerische Team hat die Erlaubnis, den bouncenden Ball abzuwehren und so einen Treffer zu verhindern. Ist der Wurf erfolgreich, muss das gegnerische Team nicht nur einen, sondern gleich zwei Becher trinken und entfernen. Misslingt der Versuch der Abwehr und der Becher fällt um, gilt er als verloren und muss entfernt werden. Gleiches gilt natürlich auch, wenn mehrere Becher umfallen.


Sechs zentrale Regeln

1) Versehentlich selbst umgeworfene Becher sind grundsätzlich für das Spiel verloren und werden entfernt.
2) Alle zum Ende des Spiels auf dem Spielfeld verbleibenden Becher müssen vom Verliererteam ausgetrunken werden.
3) Wird ein Ball erfolgreich in einen Becher geworfen, der bereits vorher getroffen, aber noch nicht getrunken oder entfernt wurde, ist das Spiel vorbei. Dieser sogenannte Death Cup sorgt dafür, dass das Gegenteam umgehend verliert.
4) Bounce-Würfe dürfen zwar abgewehrt werden, führen aber zu einer doppelten Punktzahl, wenn sie erfolgreich sind.
5) Um im Wettkampf nicht chancenlos zu sein: Die Wurftechniken sollten immer vorher gelernt und beherrscht werden.
6) Befindet sich der Ellenbogen beim Werfen des Balls hinter der Kante des Spieltischs, so gilt ein Treffer als ungültig.


Zusätzliche Regeln

Abgesehen von den offiziellen Regeln gibt es unzählige weitere, die sich im Laufe der Jahrzehnte entwickelt haben. Sie sind keinesfalls fester Spielbestandteil, sondern müssen vor jedem Spiel vereinbart werden, um für den Ablauf wirksam zu sein. Ob sie sinnvoll sind und beim Bier Pong zur Unterhaltung beitragen hängt entsprechend immer von den Teams ab, die miteinander spielen. Die folgenden erweiterten Regeln zählen zu den bekanntesten und beliebtesten.


Airball

Bei einem Airball ist der Ball vor dem Auftreffen auf den Becher ausschließlich in der Luft. Er berührt demnach weder das Spielfeld, noch den Rand des Bechers, in dem er platziert wird.


Trickshot

Der Trickshot sorgt vor allem bei einer Party für einen sehr hohen Unterhaltungswert. Der Ball darf nicht auf normale Art und Weise geworfen werden, sondern muss zusätzlich einen Trick bei der Wurftechnik bieten. Das kann beispielsweise ein Bouncen gegen eine Wand sein, eine Drehung um die eigene Achse oder ein Wurf durch die Beine hindurch.


Rebuttal

Das Rebuttal folgt auf einen Treffer in den letzten Becher eines Teams. In diesem Fall darf ein Spieler des verlierenden Teams so oft auf die Becher des Gegners zielen, bis ein Wurf misslingt. Das Ziel ist hierbei, die Anzahl der verbleibenden Becher, die getrunken werden müssen, so weit wie möglich zu reduzieren.


Blow-out

Bei einem Blow-out hat ein geworfener Ball bereits den gegnerischen Becher erreicht, darin jedoch noch nicht das Bier berührt. Er dreht sich sozusagen innerhalb des Bechers entlang des Randes. Diese Zeitspanne kann das gegnerische Team nutzen und versuchen, den Ball durch kräftiges Pusten wieder aus dem Becher zu befördern. Das Pusten muss beendet werden, sobald der Ball die Oberfläche des Biers erreicht hat.


On Fire

Gelingt ein und demselben Spieler drei Mal in Folge das Treffen eines Bechers, hat er den Status On Fire erreicht. Er darf nun so oft hintereinander werfen, bis er wieder einen Becher verfehlt.


Distance

Geübte und erfahrene Spieler erschweren gerne die Ausgangsbedingungen, indem sie den Punkt, von dem aus geworfen werden darf, deutlich vom Spielfeld entfernen. Hierzu wird ein für alle verbindlicher Abwurfpunkt festgelegt und markiert.


Shaming

Wenn ein Spieler im Verlauf einer Runde keinen einzigen Ball versenken konnte, wird er angewiesen, sich für die nächsten Runde unter den Spieltisch zu setzen, um sich dort zu „schämen“. Diese Sonderregel ist nur etwas für Teams, die einander gut kennen und wertschätzen, denn natürlich soll niemand ernsthaft beschämt werden.


FAQ

1) Gibt es einen Trick, mit dem sich ein Becher sicher treffen lässt?

Es gibt zumindest Tipps, wie du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Ball versenkst. Starte zu Beginn mit dem mittleren Becher. Es kann sein, dass du ihn nicht erreichst, aber die Wahrscheinlichkeit aus dieser Position heraus einen der umliegenden Becher zu treffen, ist sehr hoch.


2) Wie halte ich den Ball richtig?

Hierzu gibt es nur Erfahrungswerte, keine einheitlichen Vorgaben. Besonders beliebt ist das Halten mit drei Fingern (Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger). Manche schwören auf die Zwei-Finger-Haltung (Daumen, Zeigefinger), weil der Ball dabei beweglicher sein soll. Probiere es aus und übe dann langfristig mit einer gleichbleibenden Position, um dich zu verbessern.


3) Was ist der richtige Stand beim Werfen?

Die Stellung deiner Füße ist wichtig. Stelle dich nicht kerzengerade hin, sondern ganz leicht seitlich. Wirfst du mit deiner rechten Hand, sollte auch dein rechter Fuß vorne sein. Für Linkshänder gilt das Gegenteil. Der jeweils andere Fuß wird ein klein wenig angewinkelt und hilft dir, das Gleichgewicht zu halten.


4) Gibt es feste Wurftechniken?

Nein, die Art deiner Technik bleibt ganz dir überlassen. Es ist jedoch sehr empfehlenswert, sich möglichst viele Spiele und Spieler anzusehen, um aus den Wurftechniken anderer zu lernen. Du musst lediglich darauf achten, dass dein Ellenbogen während des Werfens immer hinter dem Rand des Spielfelds ist und nicht über die Tischkante hinausragt.

5) Müssen spezielle Becher verwendet werden?

Die offiziellen Regeln sehen die Verwendung von roten oder blauen Bechern (eine Farbe für jedes Team) aus Plastik vor, die jeweils ein Fassungsvermögen von 473 ml haben. Mittlerweile werden im Zuge der Nachhaltigkeit zunehmend stabile und haltbare Mehrweg-Becher aus Polypropylen angeboten.


6) Kommt während eines Spiels immer Bier zum Einsatz?

Offiziell ist Bier ein zentraler Bestandteil des Spiels. Viele Spieler nutzen Leichtbier, wenn absehbar ist, dass mehrere Runden gespielt werden.


7) Muss ein bestimmter Tisch verwendet werden?
Unter offiziellen Wettbewerbsbedingungen, insbesondere bei einem Turnier, ist ein Beer Pong Tisch im Einsatz, der eine Länge von 240 cm, eine Breite von 61 cm und eine Höhe von 75 cm hat. Im privaten Bereich kannst du natürlich auch einen Tisch nutzen, dessen Maße in etwa ähnlich sind.




Quellen
https://www.typisch-florida.de/article/beer-pong-das-beliebte-college-spiel-aus-den-usa/ https://www.wn.de/freizeit/ratgeber/specials/trend-beerpong-wenn-trinkspiel-auf-corona-trifft-1063265 https://gaz.wiki/wiki/de/Beer_pong https://ponguniversity.com/beer-pong-rules/ https://gaz.wiki/wiki/de/Beer_pong https://stuemple.de/library/beerpong/Beerpong-Regeln.pdf

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