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Spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet: Welchen Symbolen ist zu trauen?

Spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet: Auf welches Symbol ist Verlass?

Ob zu Hause oder im Restaurant - Spülmaschinen sind aus dem Küchenalltag kaum noch wegzudenken. Anstatt schmutziges Geschirr mühsam von Hand zu spülen reicht es, sie zu beladen und anzuschalten. Gelegentlich kommt es jedoch zu einem bösen Erwachen, wenn die Maschine wieder entladen wird: Angelaufenes Besteck und abgeplatzte oder ausgeblichene Farbe an Holz und Porzellan sind die Folge, wenn ungeeignetes Geschirr in der Maschine gespült wird. Um dies zu vermeiden, existieren eine Reihe von Gütesiegeln, die Verbrauchern Orientierung geben sollen. Diese sind meist als Aufkleber auf der Verpackung oder als Druck auf dem Boden von Geschirr zu finden und zeigen durch Piktogramme oder Schriftzüge, wie die Artikel zu handhaben sind. Allerdings sind nicht alle Zeichen gleich zuverlässig. Auf welche Symbole wirklich Verlass ist und was sie bedeuten, erfährst du in den folgenden Absätzen.  

Unterscheidung: Was ist offiziell, was nicht?

Bei der Spülmaschinentauglichkeit muss unterschieden werden zwischen Symbolen, die vom Hersteller selbst vergeben werden und solchen, die eine unabhängige Instanz wie der TÜV nach offizieller Prüfung vergibt. Während erstere sich in erster Linie auf die Erfahrungswerte des Herstellers berufen, folgen letztere festen und einheitlichen Vorgaben und sind rechtlich geschützt.  

Offizielle Gütesiegel für Spülmaschinentauglichkeit

So muss Besteck, damit es als spülmaschinenfest das Zeichen nach RAL-RG 604 tragen darf, mindestens 1000 Spülzyklen unbeschadet überstehen. Das heißt, von zwölf Teilen dürfen zehn nach dem Test keine Risse aufweisen. Zudem darf kein getestetes Teil zum Schluss Rostflecken mit einem Durchmesser von mehr als 0,4 mm haben. Als Kennzeichen für spülmaschinenfestes Besteck ist ein kreisförmiges Symbol mit zwei Wellenlinien und der Beschriftung "spülmaschinenfest" im Kreis und "nach RAL-RG 604" darunter vorgesehen. Dieses ist in der Regel nicht auf dem Besteck selbst zu finden, sondern auf der Verpackung und in der Artikelbeschreibung in Onlineshops.
Analog dazu gilt für Geschirr die DIN-Norm 12875. Diese legt fest, wann es als spülmaschinenbeständig bezeichnet werden darf. Voraussetzung dafür ist eine offizielle Prüfung durch den TÜV, bei der die Teile wiederholt Spülzyklen durchlaufen, bis Verschleiß erkennbar ist. Als Symbol ist ein Piktogramm mit fünf Wasserstrahlen von oben und einem stilisierten Teller unten rechts vorgesehen. Die Zahl über dem Prüfsiegel gibt an, wie viele Spülgänge der Artikel unbeschadet durchlaufen kann.
Da die Prüfung für die Vergabe der beiden offiziellen Gütesiegel recht teuer ist, sind diese vorwiegend in der professionellen Gastronomie oder auf hochwertigen Teilen anzutreffen.


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    Angaben des Herstellers

    Als Alternative zu den kostspieligen Zertifikaten verwenden zahlreiche Hersteller die Begriffe "spülmaschinengeeignet" oder "spülmaschinentauglich". Diese genießen keinen besonderen Rechtsschutz, sie können also frei verwendet werden. Entsprechend ist für etwas Spülmaschinengeeignetes auch ein Zeichen nicht genau festgelegt - der Hersteller hat also die Wahl, selbst eines zu entwerfen, einen Hinweis aufzudrucken oder ganz darauf zu verzichten. So finden sich auf zahlreichen Tellern und Küchenutensilien Piktogramme, die das Innere einer Spülmaschine in verschiedenster Weise abbilden. Im Unterschied zu den offiziellen Zeichen garantiert der Hersteller jedoch in den meisten Fällen nur dafür, dass diese Artikel durch den Spülgang nicht in ihrer Funktion eingeschränkt werden.  

    Geschirr ohne Zeichen für Spülmaschinentauglichkeit

    Was aber, wenn überhaupt kein Zeichen zu finden ist? Gerade bei preiswertem Geschirr kommt es vor, dass der Druck verblasst und damit auch die Hinweise auf dem Boden nicht mehr erkennbar sind. Manche Hersteller drucken auch von vornherein keine Hinweise auf - nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil diese ihnen selbstverständlich erscheinen. In diesem Fall ist auf eine Reihe von Faktoren zu achten, um zu entscheiden, was in die Spülmaschine darf und was nicht.  

    Materialien

    Allgemein dürfen Teile aus Glas, Porzellan, Kunststoff und rostfreiem Edelstahl wie dem gängigen 18/10-Edelstahl in der Maschine gespült werden. Ausnahmen bilden Kristallglas, bei dem der Spülvorgang zu Korrosion führt, und Tassen mit dünnen Wänden, die durch Kollisionen mit anderen Teilen Schaden nehmen können. Töpfe und Pfannen aus Gusseisen hingegen sollten unbedingt von Hand gereinigt werden, da sie in der Spülmaschine schnell rosten. Küchenutensilien aus Holz gehören ebenso nicht in die Spülmaschine, da Holz in Wasser aufquillt und beim Trocknen rissig wird - die hohen Temperaturen vieler Spülprogramme verstärken diesen Effekt nur.
    Bei Silberwaren ist ebenfalls Vorsicht geboten: So haben Servierplatten oder Platzteller aus Silber in der Regel eine Beschichtung, die durch den Spülvorgang geschädigt wird. Silberbesteck mit einem Feingehalt von mehr als 800 Tausendsteln Silber sollte auch von Hand gespült werden, da es sonst anläuft. Silberwaren mit einem geringeren Silberanteil hingegen können entgegen weit verbreiteter Annahme in die Spülmaschine gegeben werden, solange sich weder Edelstahl noch Aluminium darin befinden. Ersteres führt zu einem Anlaufen des Silbers, während letzteres selbst anläuft. Zum Spülen sollte in diesem Fall ein Programm mit niedriger Temperatur gewählt werden.  

    Verzierungen

    Im Gegensatz zum Menschen haben Maschinen keine Vorstellung von Vorsicht - das Geschirr wird beim Spülgang kräftig durchgerüttelt. Dabei können filigrane Verzierungen sowie dünne Henkel oder Stiele schnell zu Bruch gehen. Ebenso greift die Kombination aus Hitze, Wasser und aggressivem Reinigungsmittel Farben und Goldränder an Tassen und Tellern an. Dekorierte und handbemalte Artikel sollten daher unbedingt von Hand gespült werden.  

    Fazit: Im Zweifelsfall von Hand spülen!

    Folglich sind die Bezeichnungen "spülmaschinengeeignet" oder "spülmaschinentauglich" generell weniger zuverlässig, was sich besonders bei Gläsern und bedruckten Artikeln bemerkbar macht. Diese können mit der Zeit trüb werden bzw. ausbleichen, wenn sie häufig eine maschinelle Reinigung durchlaufen. Ein weiterer Wermutstropfen der preiswerteren hauseigenen Siegel besteht in der geringen Transparenz: So geben viele Hersteller zwar an, ihre Küchenutensilien können maschinell gereinigt werden, jedoch nicht, wie viele Spülzyklen diese überleben.
    Bei Haushaltswaren ohne Kennzeichnung ist generell Vorsicht geboten. Zwar lassen sich aus ihrer Beschaffenheit Faustregeln für die Eignung herleiten, jedoch sind diese nicht hundertprozentig verlässlich. Besonders Verzierungen oder Farbe erleiden durch die maschinelle Reinigung schnell Schäden.
    Aufwendig bedruckte, bemalte oder verzierte Artikel sind deshalb besser durch Wäsche von Hand als durch eine maschinelle rein zu halten, wenn sie kein offizielles Zeichen tragen.  

    FAQ

    Was bedeuten die Zeichen mit Messer und Gabel oder Glas und Gabel?
    Diese Symbole sind häufig auf Plastikgeschirr zu finden. Bei Messer und Gabel handelt es sich um ein RAL-Gütezeichen, das unter anderem Artikel aus Kunststoff oder Pappe als lebensmittelhygienisch unbedenklich ausweist. Glas und Gabel kennzeichnen ein Produkt als für Lebensmittel geeignet. Schlussendlich bedeuten beide Symbole ein und dasselbe; bei sachgemäßer Handhabung lösen sich keine Schadstoffe ab. Ebenso haben beide keine Bewandtnis für die Spülmaschinentauglichkeit eines Artikels.
    Muss ich Töpfe und Pfannen von Hand spülen?
    Töpfe und Pfannen sind mit Ausnahme von Emailletöpfen allgemein nicht spülmaschinenbeständig. Gerade beschichtete Teile werden durch die Kombination von Hitze und aggressivem Reinigungsmittel stark angegriffen; dies ruiniert langfristig die Antihaftbeschichtung. Oft ist zudem der Topf oder die Pfanne selbst zwar rostfrei, nicht jedoch die Schrauben an den Griffen.
    Dürfen Messer in die Spülmaschine? Bei Besteckmessern ist es kein Problem, diese in der Maschine zu spülen. Scharfe Messer hingegen werden von der Kombination aus Salz, Wasser, Hitze und Reinigungsmittel angegriffen. So ist oft bereits nach einem Spülgang ein Verlust an Schärfe festzustellen.
    Wie lässt sich Glaskorrosion verhindern?
    Ein Allheilmittel, das Gläser klar bleiben lässt, gibt es leider nicht. Selbst spülmaschinenbeständige Gläser können geschädigt werden, wenn sie falsch gespült werden. Um Glaskorrosion vorzubeugen, hilft es jedoch, die einzelnen Faktoren zu bekämpfen. So können Kratzer vermieden werden, wenn Gläser mit etwas Abstand eingeräumt werden. Niedrigere Temperaturen und eine geringere Menge an Klarspüler verringern die Belastung von Gläsern durch die maschinelle Reinigung zusätzlich.
    Woher kommen braune Flecken auf dem Geschirr?
    Bei braunen Flecken handelt es sich meist um Flugrost. Dieser entsteht, wenn sich Rostpartikel ablösen und an Oberflächen von Tellern oder Besteck haften bleiben. Meist stammen diese Partikel von nicht rostfreien Schrauben an Töpfen oder Pfannen. Verhindern lässt sich dies, indem du die verrosteten Teile aufspürst und entfernst und die Spülmaschine nach Abschluss des Spülgangs möglichst schnell leerst.  
    Quellen:
    https://praxistipps.focus.de/zeichen-spuelmaschinenfest-und-spuelmaschinengeeignet-im-vergleich_128881
    https://www.geschirrspueler-test.eu/spuelmaschinenfest-oder-spuelmaschinengeeignet
    https://www.helpster.de/zeichen-fuer-spuelmaschine-so-erkennen-sie-spuelmaschinenfestes-geschirr_165314
    https://utopia.de/ratgeber/spuelmaschinenfest-und-spuelmaschinengeeignet-was-in-den-geschirrspueler-darf/
    https://www.ral-guetezeichen.de/weitere-kennzeichnungen/messer-und-gabelzeichen/
    https://www.myhomebook.de/basics/spuelmaschine-richtig-befuellen
    https://www.geschirrspueler-test.eu/warum-glaeser-anlaufen-in-der-spuelmaschine
    https://www.chip.de/news/Spuelmaschinen-Tipp-Mit-diesem-Trick-vermeiden-Sie-bloede-Flecken-auf-dem-Besteck_183410998.html
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