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Nitrile Handschuhe

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Nitrilhandschuhe – eine gute Einweg-Alternative?

 

In vielen Bereichen wird auch heute noch mit den Händen gearbeitet. Aus Gründen der Hygiene, aber auch, um die Hände zu schützen, kommen vielfach Arbeitshandschuhe zum Einsatz. In manchen Arbeitsbereichen wird das Tragen von Arbeitshandschuhen lediglich empfohlen – in anderen sind Handschuhe sogar vorgeschrieben. In der Gastronomie und im Gesundheitswesen handelt es sich dabei um Einweghandschuhe, die nur für den einmaligen oder kurzzeitigen Gebrauch vorgesehen sind. Das ist nicht immer die umweltfreundlichste Lösung, obwohl mittlerweile selbst bei Handschuhen aus synthetisch hergestelltem Kautschuk ein Trend hin zu biologisch abbaubarem Material zu erkennen ist. Auch wir von Wisefood.eu sind stets bemüht, für neue Herausforderungen die stets umweltfreundlichste Lösung zu finden und unseren Kunden anzubieten. Es gibt Arbeitshandschuhe aus den unterschiedlichsten Materialien mit ebenfalls unterschiedlichen Eigenschaften, Vor- und Nachteilen. Doch in vielen Bereichen haben sich mittlerweile Arbeitshandschuhe aus Nitril durchgesetzt.

 

Was genau ist eigentlich Nitril?

 

Bei Nitril handelt es sich um ein sogenanntes Copolymer. Chemisch gesehen ist Nitril eine Kohlenstoffverbindung mit dreifachgebundenem Stickstoff. Genauer gesagt, handelt es sich bei diesem Material um einen synthetisch hergestellten Kautschuk, dessen Herstellung durch Polymerisation bereits seit den 1980er Jahren bekannt ist. Dieser dehnbare Kautschuk wird unter anderem aus Butadien und Acrylonitrid hergestellt. Industriell hergestellte Nitrile Handschuhe gibt es jedoch erst seit 1990. Sie gelten als eine hervorragende Alternative für Latex-Allergiker, die keine Handschuhe aus Latex tragen können.

 

So werden Nitril-Handschuhe hergestellt

 

Für die Produktion dieses kaugummiartigen Kunststoffs wird ein sogenanntes Elastomer hergestellt, indem ein Kohlenstoff (Carbon) mit einem speziellen Stickstoffmolekül verbunden wird. Dieses Stickstoffmolekül weist eine stabile Dreifachbindung auf. Durch die Vernetzung zwischen Kohlenstoff und dreifachgebundenem Stickstoff entsteht der sogenannte Nitril-Butadien-Kautschuk mit einer ebenfalls hohen Stabilität und gleichzeitig vorhandenen Formbarkeit.

Als Nächstes werden spezielle Keramikhände in bestimmten Normgrößen in die noch zähflüssige Kautschukmasse eingetaucht. Die zähflüssige Kautschukmasse haftet an diesen Formen und wird durch einfache Vulkanisierung zu reißfestem Gummi und kann anschließend von der Form abgenommen werden. Nach einer nochmaligen Oberflächenbehandlung werden die so entstandenen Handschuhe gewaschen und getrocknet – fertig ist der Nitril-Handschuh!

 

Welche Allergien gegen Kunststoff-Handschuhe kommen am häufigsten vor?

 

Kontaktallergien gegen synthetisch hergestellte Kunststoffe kommen leider recht häufig vor. Auch Einmalhandschuhe sind hiervon nicht ausgenommen und können auch noch nach jahrelangem Gebrauch ohne Symptome urplötzlich allergische Reaktionen verursachen. Solange es keine echten Alternativen gab, machte eine solche Kontaktallergie in vielen Fällen sogar einen Berufswechsel der Betroffenen nötig. Mit den Einweghandschuhen aus dem synthetischen Kautschukprodukt Nitril gehört dieses Problem möglicherweise der Vergangenheit an. Denn bislang sind Allergien gegen diese Nitril-Butadien-Verbindung selbst noch nicht beobachtet worden. 

 

Sehr häufig kommt es jedoch zu Allergien gegen Latex, PE oder Vinyl. Nicht immer wird eine Allergie gegen einen Kunststoff wie Latex sofort als allergische Reaktion erkannt. Denn wie bei allen Allergien gibt es auch bei einer Kontaktallergie unterschiedliche Muster bzw. Typen. Bei einer Kontaktallergie gegen einen der genannten Stoffe handelt es sich in der Regel um eine der folgenden zwei Allergie-Typen:

 

• Typ I, der früh- oder Soforttyp

Hier kommt es bei Kontakt mit dem jeweiligen Stoff zu einer unmittelbaren Reaktion sowie eventuell bis zu 6 Stunden später zu einer Zweitreaktion. Typische Symptome sind meist Juckreiz, Rötung, Brennen und eventuell Quaddelbildung. Sie können zum Teil einer massiven Histaminfreisetzung und vor allem der Vermittlung durch IgE-Antikörper zugeschrieben werden. 

 

• Typ IV, der Spättyp

Im Material enthaltene Zusatzstoffe wie beispielsweise Farbstoffe führen meist erst 12 bi 72 Stunden später zu den genannten Symptomen und werden durch die Vermittlung von T-Lymphozyten ausgelöst.

 

Auch die Folgen einer Kontaktallergie dürfen nicht unterschätzt werden, zumal es auch hier im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen kann. 

 

Der DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.) bemerkt bereits die Gefahr zunehmender Allergien für Pflegepersonal und Personal im medizinischen Bereich. Hierbei soll es sich überwiegend um die Entwicklung von Allergien gegen Latex – den am häufigsten vorkommenden Einmalhandschuh-Allergien – handeln. Etwa 2% der Gesamtbevölkerung sind laut DAAB vermutlich von einer Allergie gegen Latex betroffen. Nitril-Handschuhe könnten hier eine echte Alternative gerade für diese Allergiker bieten.

 

Selten zu befürchten: Nitril-Allergien 

 

Bis heute sind Allergien gegen diesen Kautschukgummikunststoff nicht bekannt. Nitrilhandschuhen wird jedoch zur Beschleunigung des Vulkanisierungsverfahrens teilweise diverse Chemikalien zugefügt. 

Diese wiederum können durchaus Allergien auslösen. In qualitativ hochwertigen Nitril-Handschuhen sind diese möglicherweise allergieauslösenden Substanzen deshalb so gut wie möglich durch Reinigungs- und Auswaschverfahren entfernt worden. Selten sind dennoch eventuelle Restwerte dieser Chemikalien im Material vorhanden, die allergische Reaktionen vom Typ IV auslösen können. Diese werden meist durch eine Überreaktion auf die ansonsten harmlosen chemischen Rückstände im Material hervorgerufen.

 

Weitere Vorteile von Nitrilhandschuhen

 

Der Kunstkautschukgummi für Nitrilhandschuhe ist äußerst reißfest und weist dennoch eine hohe Elastizität auf. Daher ähneln Nitrilhandschuhe in punkto Tragekomfort und Passform den bekannteren Latexhandschuhen. Erwähnenswert ist ebenso die Beständigkeit dieses synthetischen Kautschuks gegenüber zahlreichen Chemikalien und ölhaltigen Substanzen. In Sachen Durchlässigkeit von Lösungsmitteln kommt es vor allem auf die Qualität des Materials sowie auf die Materialstärke- bzw. Dicke an.

 

Die häufigsten Einsatzbereiche von Nitrilhandschuhen

 

Vor allem für folgende Einsatzbereiche sind Nitrilhandschuhe optimal geeignet:

 

• Gastronomie

• Lebensmittelindustrie

• Kosmetikbranche

• Reinigungsbranche (vor allem bei der Gebäudereinigung)

• verschiedene handwerkliche Bereiche

• medizinische Bereiche

• pflegerischere Bereiche

• in Bestattungsunternehmen

 

Vorteile von Nitrilhandschuhen für den Lebensmittel- und Gastronomiebereich

 

Mittlerweile hat sich das Tragen von hygienischen Einweghandschuhen sowohl im Gastrobereich als auch in der Lebensmittelindustrie oder dem Verkauf hinter der Theke zumindest deutschlandweit durchgesetzt. 

Mit dieser einfachen und doch effektiven Maßnahme wird eine eventuelle Keimübertragung auf Lebensmittel weitestgehend verhindert. Gleichzeitig dient ein solcher Einweghandschuh für den Träger als Handschutz bzw. als Schutz vor Infektionen oder Verätzungen im Umgang mit aggressiven Substanzen. Wer hierfür Nitrilhandschuhe statt der herkömmlichen Latexhandschuhe verwendet, kann so zusätzlich sein Risiko einer Allergieentwicklung stark minimieren. Das Tragen von Nitrilhandschuhen im Lebensmittel- und Gastronomiebereich u ist also besonders vorteilhaft

 

• bei längerem oder regelmäßigem Hautkontakt mit Wasser und schützt die Haut so vor dem Austrocknen.

 

• beim Schneiden oder Verarbeiten von Fleisch, Fisch und Innereien, die gerade bei kleineren, auch unbemerkten Wunden ein Infektionsrisiko darstellen. Dies gilt auch für frisches Fleisch. Während unsere aggressive Magensäure bereits im Magen den meisten Mikroben den Garaus macht, können selbst ansonsten harmlose Erreger über kleine Wunden in den Körper eindringen und im schlimmsten Fall eine Sepsis auslösen. Das Gleiche gilt für Auftauwasser von Fleisch oder Fisch.

 

• Beim Umgang mit Essig, Chili oder anderen scharfen bzw. sauren Substanzen. Diese können die ungeschützte Haut stark reizen, was hochwertige Nitrilhandschuhe jedoch sicher verhindern können.

 

Wie umweltfreundlich sind Nitrilhandschuhe?

 

Wer unsere Produkte auf Wisefood.eu kennt, der weiß, dass es uns neben der Funktionalität bei all unseren Produkten in erster Linie um Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit geht. Dass gilt natürlich auch in Sachen Handschuhe für den Gastro- und Lebensmittelbereich. Doch auch die gesundheitliche Unbedenklichkeit ist ein wesentlicher Aspekt, der gerade in diesem Bereich eine große Rolle spielt. Nitrilkautschuk ist tatsächlich als unbedenklich und ungiftig eingestuft worden, wie eine Studie über medizinische Handschuhe unlängst ergab. Doch wie sieht es mit der umweltfreundlichen Entsorgung und der Nachhaltigkeit bei nitrilhaltigen Einweghandschuhen aus?

Herkömmliche Nitrilhandschuhe bestehen meist aus einer synthetisch hergestellten Gummi-Mischung, die so nicht biologisch abbaubar ist. Solche Einweghandschuhe müssen nach Gebrauch über den Restmüll entsorgt werden. 

 

Doch, es gibt sie: Umweltfreundliche Nitrilhandschuhe

 

Nicht nur aufgrund des verfehlten Klimaziels geht der Trend hin zu biologisch abbaubaren Einwegartikeln wie Einweggeschirr oder eben auch Einweghandschuhen. So ist es kein Wunder, dass es mittlerweile ebenso umweltfreundliche und biologisch abbaubare Nitrilhandschuhe gibt. Es gibt sie meist in Grün, was ja irgendwie auch den Gedanken an unsere grüne Umwelt widerspiegelt. Tatsächlich gibt es sogar biologisch abbaubare Nitril-Einweghandschuhe, die – je nach Luftfeuchtigkeit und Umgebungstemperatur –innerhalb weniger Jahre vollständig rückstandslos zersetzt werden. Ob in der Küche, beim Catering oder in anderen Bereichen, in denen mit Lebensmitteln gearbeitet wird, können diese latexfreien Nitrilhandschuhe also ohne schlechtes Gewissen eingesetzt und entsorgt werden.

 

Die Vorteile solcher umweltfreundlichen Nitrilhandschuhe im Überblick:

 

Die meisten biologisch abbaubaren Nitrilhandschuhe sind

 

• Latexfrei

• Puderfrei

• Polymerbeschichtet

• Für den Lebensmittel- und Medizinbereich zugelassen

 

Biologisch abbaubare Nitrilhandschuhe 

 

Viele Verbraucher fragen sich mit Sicherheit, wie denn dieser Kunststoffkautschuk biologisch abbaubarer Nitrilhandschuhe und andere biologisch abbaubare Kunststoffe überhaupt abgebaut werden können.

Ganz einfach: Diese Aufgabe übernehmen spezielle Mikroorganismen. Diese leiten eine Gärung ein, innerhalb derer der betreffende Kunststoff zu Kohlendioxid, Wasser, Mineralsalzen und einer verrottbaren biologischen Masse umgewandelt bzw. zersetzt wird. Der Vorgang kann unterschiedlich lange und bestenfalls einige Monate, anderenfalls mehrere Jahre dauern. 

 

Die Entsorgung biologisch abbaubarer Kunststoffe

 

Gemäß des Deutschen Verpackungsgesetzes und der Bioabfallverordnung dürfen Kunststoffe auch dann nicht im Biomüll entsorgt werden, wenn sie biologisch abbaubar, aber nicht kompostierbar sind. Stattdessen gehören biologisch abbaubare Kunststoffe, was viele nicht wissen, in die gelbe Tonne. 

Einzig biologisch abbaubare Kunststoffe mit dem von der Zertifizierungsgesellschaft DIN CERTO versehenen Kompostierbarkeitszeichen dürfen in der Biotonne entsorgt werden, da bei diesen die Kompostierung wenige lange dauert.

 

Kleines Fazit:

Nicht immer lässt sich der Einsatz von Einwegprodukten vermeiden. Gerade, wenn es um den Bereich der Lebensmittelhygiene geht, sind Einwegprodukte sogar oftmals vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Es versteht sich von selbst, dass gerade dann die Verwendung umweltfreundlicher und nachhaltiger Produkte bevorzugt werden sollte. 

Mit den Produkten von Wisefood.eu – ob biologisch abbaubare Einwegprodukte oder wiederverwendbare Mehrweg-Artikel – hast du auf jeden Fall eine gute Wahl in Sachen Umwelt- und Klimaschutz getroffen. Außerdem halten wir dich stets auf dem Laufenden, wenn es um neue Erfindungen und Errungenschaften geht, die nicht nur funktional, sondern auch in Sachen Nachhaltigkeit überzeugen. 

Die Entwicklung und Verwendung biologisch abbaubarer Nitrilhandschuhe ist dabei nur eines von vielen Beispielen und spiegelt unser Engagement und unsere Firmenphilosophie wider.

 

 

 

 

 

Quellen:

https://www.arbeitsbedarf24.de/blog-material-einweghandschuhe

https://www.reflexx.com/de/faq/unterschied-zwischen-einmalhandschuhen-aus-nitril-und-latex

www.medic-star.de/service/ratgeber/einweghandschuhe-entsorgen-wo-und-wie